Jörg Lohse, Ulrich Riedel, Yaşam Şaşmazer | Drei Künstler - drei Positionen | 12.09. – 14.10.2013 | Berlin

Berlin Art Projects zeigt vom 12. September – 14. Oktober drei Künstler - drei Positionen: Jörg Lohse greift in seinen großformatigen Leinwandarbeiten allgegenwärtige „Ikonen“ auf, um diese mit wuchtigem Duktus malerisch neu zu interpretieren.  Im scharfen Gegensatz dazu stehen Ulrich Riedels kleinteilige, beinahe filigrane Holzarbeiten. Die elementare Idee der „In-Formation“ und die dafür notwendige Transformation lotet der Künstler in einer Vielzahl skulpturaler Möglichkeiten aus. Yasam Sasmazers Bronzen der Serie „Dark Twin“ thematisieren in der Ambivalenz von Licht und Schatten die dunkle, im Verborgenen liegende Seite unserer Seele, den Teil unseres Ichs, den wir selbst am meisten fürchten.

From September 12 – October 14 Berlin Art presents three artists and three positions: Jörg Lohse takes up omnipresent “icons”, which he reinterprets in his large-sized paintings with his powerful characteristic style. By contrast, Ulrich Riedel’s subtle and delicate works explore the artists’s basic idea of “In-Formation” and the necessary transformation in a variety of sculptural opportunities. Yasam Sasmazer’s bronzes  of the “Dark Twin” series pick out the shadow as the dark side of our soul as the central theme. In the ambivalence of light and darkness the artist shows the darkness in our souls' hidden side and the most frightening part of our personality.

 

 

Claudia Virginia Vitari │ Le Città Invisibili│ 01.06.- 31.07.2012 │Berlin


Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Claudia V. Vitari steht die Auseinandersetzung mit Gruppen und Institutionen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen. Ihr jüngstes Projekt, Le città invisibili, ist eine dokumentarische Arbeit über Radio Nikosia in Barcelona, das erste und einzige spanische Radioprogramm, das von Menschen mit seelischen Störungen organisiert und gestaltet wird. Die Künstlerin traf die Mitarbeiter und bat sie, sich selbst und ihre Geschichte zu beschreiben mit dem Ziel, sie dem Betrachter vorzustellen, der sich in ihren Geschichten wieder erkennen und finden soll.

Vierzehn Mitarbeiter der Radiostation begleitete und interviewte Vitari über einen längeren Zeitraum. Dabei sind wahrhaftige und persönliche Dokumente entstanden, Porträtzeichnungen und Gipsabgüsse, Mitschriften und Zitate. In beleuchteten Stahlkästen, den „light boxes“, und Vitrinen präsentiert die Künstlerin die filigranen Zeichnungen und Texte, die mittels Siebdruck auf eine Kunstharzoberfläche gebracht und behutsam in Glas kristallisiert wurden. Gedanken und Erinnerungen werden konserviert und ergänzt um Zitate aus lyrischen und philosophischen Quellen. Jede Box steht für eine einzelne Person und ist Teil eines künstlerischen Modells, das einen Blick in das Innere des Einzelnen vermitteln möchte.

Vitari bezeichnet ihre Arbeiten als „graphical documentations“. Im Medium der Schrift werden Gedanken archiviert, um dem Betrachter Verborgenes sichtbar zu machen. Den Aspekt der wissenschaftlichen Klassifizierung aufgreifend, entwickelt die Künstlerin ein System aus Modulen, den illuminierten Stahlboxen, die in ihrer Ästhetik den Betrachter auffordern, über (institutionelle) Grenzen hinauszusehen.

Das Projekt wurde erstmals im Februar dieses Jahres in Turin im Museo di Scienze Naturali gezeigt; nach der Ausstellung bei BERLINARTPROJECTS wird es zu einem späteren Zeitpunkt in Barcelona zu sehen sein. Idee und Umsetzung fanden vielfache Unterstützung: Von der Region Piemont, den Derix Glas Studios Taunusstein, von Fachleuten wie Martin Correa (Anthropologie) und Márcio Mariath Belloc und Karol Veiga Cabral (Psychologie) sowie den Kuratorinnen Maria Cristina Strati und Elisa Teodoro. Turin kommuniziert mit Barcelona und Berlin über das Projekt auf eine poetische Weise, frei von geographischen und räumlichen Grenzen. Das Ergebnis ist eine differenzierte Sicht auf die Psychiatrie, hervorgerufen durch unterschiedliche internationale Einflüsse.

CLAUDIA VITARI │1978 in Turin, Italien I Studium der Malerei an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein, Halle an der Saale I Diplom 2004 I Teilnahme an verschiedenen Gruppen- und Einzelausstellungen u.a. in Barcelona, Turin, Berlin I lebt und arbeitet in Barcelona, Turin und Berlin


 

 

Ergül Cengiz | NatrixMatrix | 17.02 – 31.03.2012 | Berlin

Ulrich Riedel | 2 hoch 99 | 10.02 - 16.02.2012 | Berlin